Hier wichtige Infos unserer MitstreiterInnen der ASH (Alice Salomon Hochschule f. Sozialwesen Berlin), ihr seid natürlich herzlich zum Unterstützen und mitmachen eingeladen: http://bildungsstreikash.blogsport.de/

Kritische Texte des ASH Blogsport:

Anweseneheitspflicht!??

Texte Zur Debatte um die Entlassung von Moreitz

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3. Pressemitteilung der ASH:

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Rektorat zeigt sich gesprächsbereit – Termin mit Pro-Rektor am Montag

Am kommenden Montag, dem 14.12.2009, wird ein Treffen zwischen Protestierenden und dem Pro-Rektor der Alice-Salomon-Hochschule (ASH), Herr Cornel, stattfinden. Bei diesem Treffen sollen die Möglichkeiten der Umsetzung der Forderungen der Studierenden besprochen werden. „Wir begrüßen die generelle Gesprächsbereitschaft der Hochschulleitung und hoffen, dass dem auch Taten folgen.“, so Christian Svendson, Zweitsemester-Student an der ASH.
Die Fortführung von Austausch und Arbeit an der Umsetzung wird auch vom im Januar 2010 neu zu wählenden Rektorat erwartet.

Eva Wolle, Studierende an der ASH: „Wir erwarten erste konkrete Zugeständnisse aus dem Gespräch“, welches im neuen selbstgewählten Aufenthaltsraum 115 stattfinden wird, nachdem die Audimax-BesetzerInnen am Mittwoch (9.12.09) vorerst umzogen.
In Bezug auf die Perspektive der Proteste erklärte sie: „Auch nach der Weihnachtszeit ist mit uns zu rechnen! Diese Protestbewegung wird sich nicht mit einer kleinen Befriedungs-Bescherung abwickeln lassen!“.
Nach dem Umzug wurde eine Bildungsblockade eingerissen. Bei dieser symbolischen Aktion vor dem Eingangsbereich der ASH, rannten diverse Studierende eine Wand aus Pappkartons und damit auch einige der im Rahmen des Bildungsstreiks 09 thematisierten Probleme ein. Dazu gehörten Credit-Points, Anwesenheitsplicht, Regelstudienzeit…

Die Protestierenden unterstützen die Einschätzung, wonach sich eine Verbesserung der Lage im Zuge des Zuständigkeits- und Kompetenzgerangels zwischen Bundes-, Länder- und Hochschul-Ebenen ergäbe, je schneller Lernenden, Lehrenden und dem Rest der Hochschuleinrichtungen die nötigen Handlungsfreiräume zur Verfügung stehen, die gemeinsamen Forderungen umzusetzen.
Die während der gestrigen Kultusminister-Konferenz in Bonn geplanten Zugeständnisse, welche wesentlich durch die bundesweiten studentischen Proteste provoziert wurden, könnten sich ebenso wie viele der bisherigen Solidarisierungsbekundungen als Mogelpackung herausstellen. Auf diverse Vorhaben hat die KMK tatsächlich wenig Einfluss. Nötig erscheint zumindest eine Strukturreform, welche die Kompetenzen zwischen Hochschulen, Akkreditierungsagenturen und Politik neu ordnet.

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Liebe Freundinnen und Freunde,

über drei Wochen sind nun seit der Besetzung des Audimax` an der ASH vergangen. Es ist viel geredet, diskutiert und organisiert worden. Neben alternativen Veranstaltungen, Flashmobs, Vernetzungsarbeit und Selbstorganisation wurde von engagierten, aber nicht direkt in den Bildungsstreik eingebundenen StudentInnen auch ein Fragebogen zur Wahrnehmung der Studienbedingungen an der ASH entworfen. Die Auswertung schreitet voran und wird nach Fertigstellung wohl auch allen per Mail zur Verfügung gestellt.
Wir dürfen also gespannt sein, was die nächste Woche so bringt.
So wird der vorläufige bundesweite Höhepunkt der Bildungsproteste am 10.12.2009, die Demonstration gegen die Kultusminister-Konferenz in Bonn, bundesweit von Solidaritäts-Aktionen flankiert werden.
Es wird abzuwarten sein, ob sich die Welle der Proteste auch über die Feiertage und den Jahreswechsel forttragen wird. Aber eins scheint klar: Auch ohne dauerhafte Besetzungen werden weiterhin Aktionen stattfinden, um den Anliegen Nachdruck zu verleihen. Abspeisen lassen wird sich dieser Protest jedoch nicht so leicht. Nachhaltige Strukturen, wie z.B. lokale und regionale Bildungsnetzwerke, etablieren sich zunehmend.
So nahmen neben KomilitonInnen nahezu aller Berliner Hochschuleinrichtungen auch StudentInnen der ASH an einem Gespräch mit dem Berliner Bildungssenator Zöllner teil und der endgültige Forderungskatalog der Engagierten an der ASH steht kurz vor seiner Veröffentlichung.

Aktuelles erwartet euch im Folgenden:

1. Termine
2. Video-Links
3. Ergebnis der symbolischen Rektoratswahl
4. Professoren unterstützen Bologna-Proteste der Studierenden

Ansonsten gilt natürlich: weiteres unter http://bildungsstreikash.blogsport.de

mit freundlichen Grüßen, Maria Esten
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1. Termine

Di, 8.12.2009
Ringbahanlesung / S-Bahn Diskussion
10 Uhr Ostkreuz mittig einsteigen

“ Soziale Bewegungen “
mit Prof. Dr. Zifonun, Dariuš

Mi, 9.12.2009 | 10-11.30Uhr
Norbert Hocke

GEW – Leiter des Vorstandsbereichs Jugendhilfe und Sozialarbeit
Input und Diskussion zur Kontextualisierung der Bildungsproteste 2009 mit dem letzten Streik der SozialarbeiterInnen
Ort: wird noch bekannt gegeben, informiert euch im Eingangsbereich

Mi, 9.12.2009
17 Uhr am Roten Rathaus
Demo

Am 09. Dezember wird es eine Demo gegen den Berliner Kürzungshaushalt geben. Der Doppelhaushalt 2010/2011 steht uns bevor – und damit massive Kürzungen in allen sozialen Bereichen. Wir wollen alle von Kürzungen Betroffenen zusammen bringen, egal ob Jugendliche, Senioren, Studierende. Die Demo soll eine Art Auftakt sein für weitere Proteste. Treffpunkt: 17 Uhr am Roten Rathaus.

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2. Video-Links – vergleicht selbst…:

Rede zum Bildungsstreik und Schavans Verhältnis zu diesem – von Nicole Gohlke (DIE LINKE)
http://www.youtube.com/watch?v=DzEtaG4uvEw

Als Gegenpart dazu:Redebeitrag von Dr. Annette Schavan vom 3.12.09
http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_v_f_514_de/od_player.html?singleton=true&content=415104

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3. Ergebnis der symbolischen Rektoratswahl

Am vergangenen Donnerstag, dem 3.12.2009, stellten sich die Kandidat_innen für das im Januar 2010 zu wählende Rektorat im Audimax vor. Die Zwei Teams hatten Zeit sich und ihre Vorhaben vorzustellen, danach konnten Fragen von denn Studierenden gestellt werden. Im Anschluss an diese Vorstellung gab es eine symbolische Wahl* um ein Meinungsbild zu erhalten, welches vor allem den studentischen Mitgliedern des Konzils übermittelt wird, die dann im Januar das Rektorat wählen.

Zur Wahl standen die zwei Teams in Teamform und es wurde wie folgt gewählt: Von 153 abgegebenen Stimmzetteln wählten 110 das Team Theda Borde und Birgit Thoma, 36 das Team Bernd Kolleck und Uwe Bettig, 7 wählten „ungültig“ bzw. haben sich enthalten.

Um einige von den „ungültigen“ Stimmen kurz zu erläutern: Auf dem Wahlzettel standen lediglich die beiden Teams zur Debatte und nicht wie später im Januar bei der richtigen Wahl alle einzelnen Personen, da die Teams erklärt haben sie kandidieren im Team und einer Durchmischung ständen unter anderem politische Interessen und die doch schon recht lange Zusammenarbeit in eben diesen Konstellationen entgegen. Einige Studierende waren dennoch für eine Durchmischung der Teams und haben das auch auf ihrem Wahlzettel deutlich gemacht.

Nun steht aber fest, die Mehrheit der abgegebenen Stimmen waren für das Team Theda Borde und Birgit Thoma. Nun bleibt abzuwarten, wie das Ergebnis im Januar ausfallen wird.

* es handelte sich lediglich um eine symbolische Wahl, d.h. die Studierenden hatten kein wirkliches Stimmrecht, da dieses nur die Mitglieder des Konzils haben.

Quelle: http://asta.asfh-berlin.de/

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4. Professoren unterstützen Bologna-Proteste der Studierenden
Kempen: „Korrekturen mit Sofortprogramm bis zum Sommersemester 2010
umsetzen!“

Der Deutsche Hochschulverband (DHV), dem rund 25.000 Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler angehören, ruft alle Dozentinnen und Dozenten dazu
auf, ihre Lehrveranstaltungen zu verschieben, die am 10. Dezember 2009
stattfinden. Studierende sollen an diesem Tag die Möglichkeit erhalten, im
Rahmen des „Bildungsstreiks“ ihren Protest gegen die fehlerhafte Umsetzung
der Bologna-Reformen gegenüber der Kultusministerkonferenz (KMK)
kundzutun.

„Mit den Protesten präsentieren die Studierenden der Politik die Quittung
für ihr Versagen bei der angeblichen ,Jahrhundertreform‘“, erklärte der
Präsident des DHV, Professor Dr. Bernhard Kempen. „Zehn Jahre nach der
Bologna-Erklärung ist kein einziges Reformziel erreicht worden. Mit der
Einführung eines gestuften Studiensystems sind Hochschulabschlüsse
international nicht vergleichbarer, das Studium nicht besser und die
Mobilität der Studierenden deutlich schlechter geworden.“

Unter der verfehlten Umsetzung der Bologna-Reformen litten Lernende und
Lehrende gleichermaßen, betonte Kempen. „Vor diesem Hintergrund“, so der
DHV-Präsident weiter, „müssen Kultusministerkonferenz, Akkreditierungsrat
sowie die Hochschulrektorenkonferenz das unwürdige ,Schwarze-Peter-Spiel‘
auf dem Rücken der Betroffenen beenden, sich endlich der ungeschminkten
Wirklichkeit stellen und unverzüglich den überfälligen Kurswechsel
einleiten. Die Reform der Bologna-Reform, die der Hochschulverband von
Anfang an kritisch begleitet hat, ist ohne Alternative.“

Die notwendigen Weichenstellungen sind nach Auffassung des DHV mit Hilfe
eines Sofortprogramms bis zum Sommersemester 2010 vorzunehmen. So müssten
die Studienprogramme überarbeitet und mehr Freiräume durch weniger
Prüfungen, großzügigere Module, Beschränkung der Curricula und eine
Ausweitung der Wahlpflichtfächer zugelassen werden. „Unter Fach- und
Qualitätsgesichtspunkten muss dabei ein Bachelor-Studium auch ein oder
zwei Semester länger dauern dürfen“, betonte Kempen. Der Abschluss
„Dipl-Ing.“, der weltweit als Ausweis deutscher wissenschaftlicher
Exzellenz gelte, müsse erhalten bleiben. Um den studentischen Wünschen
nach einer hochwertigen Bildung und Ausbildung durch Wissenschaft gerecht
zu werden, müsse unter Bereitstellung der notwendigen finanziellen und
personellen Ressourcen der Master und nicht der Bachelor Regelabschluss
werden. Von einer Einführung gestufter Studienmodelle in Medizin und Jura
sei abzusehen. Schließlich sei die Programmakkreditierung, die insbeson
dere bei der Überprüfung der sogenannten Studierbarkeit von Studiengängen
völlig versagt habe, ersatzlos zu streichen. „Auf diesen kostenintensiven
und bürokratischen Popanz verzichten die Hochschulen gerne. Sie sind
selbst in der Lage, Studieninhalte festzulegen,“ so Kempen, „Man muss sie
nur lassen.“
http://www.hochschulverband.de/cms1/pressemitteilung+M55552987ffc.html

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