Archiv der Kategorie 'AG Forderungen'

Fertige Forderung!

Ganz frisch für Euch direkt aus dem Plenum die Forderungen: HIER!

Morgen stehen diese dann zur Abstimmung bei der Vollversammlung um 13.45 Uhr im H109…Kommt Alle!

Vernetzungstreffen mit Beuth und ASH

Am Dienstag 01.12.09 um 15.30 wird ein Vernetzungstreffen mit der Beuth und der ASH bei uns im Hörsaal stattfinden.
Ich bitte vor allem Leute der AG Forderungen (auch alle anderen Interessierten) zu diesem Treffen zahlreich zu erscheinen. Das Abgleichen von Forderungen ist ein wichtiger Prozess um auf Länder/Bundesebene agieren zu können.
Wir freuen uns auf ein konstruktives Treffen

Foderungen der Bildungsoffensive der KHSB

Diese Texte sind Ausarbeitungen der AG Forderungen. Ihnen wurde in den Plena zugestimmt.
Lest sie euch durch und kommt zur Vollversammlung am MITTWOCH den 02.12.09 um 13.45 Uhr

KHSB Kontakt: bildungsoffensive.khsb@yahoo.de
info-telefon: 0176-66632310

Psycho- Soziale Absicherung

Aktuelle Situation:

Wie §2, Absatz 4 des HRG darstellt, muss die Hochschule auf die besonderen Bedürfnisse von Studierenden mit Kindern Rücksicht nehmen.
In §4, Absatz 6 des BHG wird als Aufgabe der Hochschule genannt, die sozialen Belange der Studierenden zu fördern. §28, Absatz 1, ebenfalls des BHG, verpflichtet Hochschulen aktiv an der Gestaltung von Angeboten zu psychologischen und pädagogischen Beratung, die sowohl Studierenden als auch Bewerbern zur Verfügung stehen müssen.
Wie in der Präambel der Hochschulverfassung dargestellt wird, verpflichtet sich die KHSB „(…) an der Gestaltung des gesellschaftlichem Leben zu beteiligen und zur Lösung sozialer Probleme beizutragen.“
Auch die Selbstdarstellung der KHSB im Internet wirbt damit besonders familienfreundlich zu sein, und z.B. im Studienhandbuch wird dargestellt, dass man sich bemühe Angebote zur Unterstützung von Eltern anzubieten.

Derzeit können Eltern lediglich mit Kindern unter drei Jahren maximal 12 Stunden pro Monat die Kinderbetreuung an der KHSB in Anspruch nehmen, ohne das darüber hinaus weitere Kosten für die Studierenden entstehen. Zudem sind die Räumlichkeiten unzulänglich ausgestattet, sanitäre Anlagen fehlen ebenso wie adäquates Spielzeug und Materialen. Studierende sind gezwungen aufgrund des mangelnden Angebotes entweder nicht an den Lehrveranstaltungen teilzunehmen oder ihre Kinder mit in diese nehmen zu müssen. Die Betreuung der Kinder durch Fachpersonal ist nicht gewährleistet und die Beschäftigungsverhältnisse sind prekär.

Die Beratungsangebote innerhalb der KHSB genügen nicht den gesetzlichen Anforderungen. Lediglich eine Beratung in studienbezogenen Belangen ist vor Ort möglich, bei psychologischen oder pädagogischen Anliegen ist eine Beratung nur im Rahmen des Studentenwerks Berlin vorhanden. Die psychosoziale Beratungsstelle, die bereits mit der KHSB zusammenarbeitet, ist für Studenten nur bedingt zugänglich. Dass dort ausschließlich interne Kräfte arbeiten, schafft eine weitere psychische Hürde für die Studierenden die Beratung wahrzunehmen.

Deshalb fordert die Bildungsoffensive KHSB:
1. Die Kinderbetreuung und die psychosoziale Beratung müssen in der Hochschulverfassung verankert werden, ebenso die Nutzungskonditionen.

2. Die Kinderbetreuung und die psychosoziale Beratung müssen kostenlos und ohne vorherige Einschränkungen zeitnah nutzbar sein.

3. Den studierenden Eltern der KHSB müssen individuell angepasste Betreuungsstunden für ihre Kinder zur Verfügung stehen. Diese Betreuungsstunden müssen mindestens 2/3 der SWS entsprechen.

4. Es müssen mehrere Räume für die Kinderbetreuung mit ausreichenden sanitären Ausstattungen dauerhaft zur Verfügung gestellt werden.

5. Die Studentische Initiative „Kinderbetreuung“ und die involvierten Eltern müssen das alleinige Recht haben über zur Verfügung gestellte Räumlichkeiten der Kinderbetreuung zu entscheiden.

6. Das Höchstalter für zu betreuende Kinder sollte aufgehoben werden.

7. Bezüglich der Bezahlung müssen für die Kinderbetreuung Studentenjobs geschaffen werden, die mit studentischen Hilfskräften und TutorInnen gleichgestellt sind. Die Besetzung der Stellen muss durch eine hochschulinterne Ausschreibung geregelt werden. Die studentische Initiative „Kinderbetreuung“ entscheidet über die Vergabe der Stellen und bevorzugt dabei Studierende mit abgeschlossener Ausbildung bzw. Erfahrung bei der Kinderbetreuung.

8. Die psychosoziale Beratungsstelle muss um mindestens eine halbe Stelle erweitert werden, die durch eine externe, nicht an der KHSB dozierende oder studierende Person, zu besetzen ist. Diese Person muss in psychischen, sozialen und pädagogischen Problemen den Studierenden beratend zur Verfügung stehen.

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Individuelle Schwerpunktsetzung / Freie Erstellen des Stundenplanes

Aktuelle Situation:

Laut § 4 Abs. 4 des HRG und § 21 Abs. 1 des BHG sowie der Präambel der Verfassung der KHSB können die Studierenden während ihres Studiums die Lehrveranstaltungen frei wählen sowie Schwerpunkte nach eigenen Vorstellungen setzen. Denn nur so kann, in Verbindung mit der Vermittlung fachlicher Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden, das Ziel erreicht werden, die Studenten und Studentinnen „zu kritischem Denken und zu freiem verantwortlichen, demokratischen und sozialen Handeln“ zu befähigen.

Während des Studiums ist die Möglichkeit der interessengeleiteten Schwerpunktsetzung nur bedingt gegeben. Seminare werden in einem begrenzten und starren Rahmen angeboten. Somit steht die Praxis im Widerspruch zur theoretischen Grundlage der Hochschulverordnung. Studierende sind genötigt ihre individuellen studienbezogenen Interessen zu vernachlässigen, um den Bedingungen der Hochschule gerecht werden zu können. Die Möglichkeit kritisches Denken und Handeln für die Gesellschaft zu entwickeln, zu erproben und zu erweitern wird damit stark eingeschränkt, sogar teilweise unterbunden.
Für die Studierenden ist dies ein unhaltbarer Umstand, insbesondere weil damit verbindliche Rechte missachtet werden.

Forderungen der Bildungsoffensive KHSB:

1. Um diesen Zuständen wirksam entgegenzutreten fordern wir, die Bildungsoffensive KHSB, die freie Wahl von Seminaren und Schwerpunkten, mit der Garantie in den gewählten Veranstaltungen zu bleiben.
Zudem fordern wir eine regelmäßige Befragung der Studierenden über ihre Interessen und über die Festschreibung von Modulen und Modulbausteinen sowie deren inhaltliche Begründung, um Seminare bedarfsorientiert anzubieten. Dieses Ziel soll unterstützt werden durch den ständigen Austausch und Abstimmung mit den Studierenden, beispielsweise in Unterarbeitsgruppen wie die KLS.

2. Um die ganzheitliche Belastung (z.B. Kinderbetreuung, Arbeit und Workload) der Studierenden zu berücksichtigen, muss jede LV zu zwei unterschiedlichen Terminen angeboten werden.

3. Zusätzlich sollte einmal im Jahr eine Evaluation zum Thema Arbeitsbelastung mit den Studierenden durchgeführt werden, um evtl. Notlagen erkennen und bei Handlungsbedarf weitere Schritte planen zu können.