AG Presse/Öffentlichkeit

Bologna-Gipfel in Wien im März

Am 11./12. März 2010 wollen die BildungsministerInnen der EU-Staaten das zehnjährige Bologna-Prozess-Jubiläum in Wien und Budapest feiern. Anlässlich dieses Termins haben die AktivistInnen in Wien angefangen einen Gegengipfel auf die Beine zu stellen. Es wurden bereits dutzende Bündnisse in ganz Europa angeschrieben und eingeladen. Zusätzlich zu den Blockaden, Aktionen, Demos etc. sollen auch Veranstaltungen in der Uni stattfinden. Thematisch ist dieser Teil völlig offen ausgelegt. Ausdrücklich wurde betont, dass jeder/jede die Möglichkeit hat sich einzubringen. Sei es mit einem Workshop, einem Vortrag oder Sonstigem. Vergangenen Samstag, 19.12, fand bereits das erste Planungstreffen statt, zu dem auch drei Berliner Studenten(FU,HU,KHSB) anreisten. Dort wurden die ersten Schritte v.a. zur europaweiten Mobilisierung gemacht.
Am 9.Januar wird es in Wien das nächste Vorbereitungstreffen geben, bei dem jede/jeder willkommen ist.
Für Februar haben die Sorbonne in Paris und die Uni Bologna zu Treffen eingeladen, die
sich auch mit dem Bologna-Gegen-Gipfel auseinandersetzen werden.

Ausdrücklich ist zu betonen, dass eine gemeinsame europäische Planung und Durchführung erwünscht ist. Das Treffen soll ein deutliches Zeichen gegen die Feierlichkeiten zum Bologna-Prozess setzen.

Es gibt nichts zu feiern und das werden die Damen und Herren MinisterInnen in Form von Demos, Blockaden und anderen Formen des Widerstands zu spüren bekommen.

Lasst uns gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen die europäische Bildungspolitik setzen! Lasst uns gemeinsam die Bolognaprozess-Feierlichkeiten im März in Wien stören! Lasst uns gemeinsam nehmen was uns gehört!

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Auch in Berlin hat sich bereits eine AG Bolognagipfel gegründet. Der Bologna-Gegen-Gipfel wird auch Thema beim berlinweiten Aktiventreffen am 07.01.10 ebenfalls in der HU sein.

weitere Informationen:

für bundes- und berlinweite Mobilisierung: ag.bologna.berlin@googlemail.com

KHSB: bildungsoffensive.khsb@yahoo.de

Uni Wien: www.unsereuni.at

und wie immer: www.unsereunis.de, www.bildungsstreik2009.de

und natürlich auf diesem Blog!

Twitter #unibrennt

Hier wird grafisch gezeigt wie sich Twitter kurznachrichten zu der Unibesetzung verbreitet haben. All diese Nachrichten endeten mit ‚#unibrennt‘ und wurden so getrackt.

Wer oder was ist die Bildungsoffensive KHSB?

‚Bildungsoffensive‘ – Bildungsstreik und Besetzung an der KHSB,

Die Bildungsoffensive ist eher als eine Inititative bzw. Plattform für Studierende der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin zu verstehen. Man kann nicht Mitglied oder ähnliches werden. Sie wird getragen von interessierten Studierenden, die sich in regelmäßigen Versammlungen/Plenar austauschen. Diese Treffen sind basisdemokratisch organisiert. Während des Bildungsstreiks und der aktuellen Besetzung wurden die bishergien Organisationstrukturen genutzt und der jeweiligen Situation angepasst.

Diese Initiative enstand aus der Überlegung während des Bildungsstreiks im Sommer 2009, als es darum ging, die Ziele des Streiks weiterhin aktiv zu verfolgen.
Sie ist aus der ‚Forderungen AG‘ (jetzt Bildungsoffensive) enstanden. Während des Streiks im Sommer wurden Forderungen zu Veränderungen in verschiedenen Gruppen diskutiert und verfasst. Bei den Überlegungen wie man diese Forderungen bzw. Veränderungswünsche am besten durchsetzen kann, haben sich Studierende entschlossen zu den interessantesten und aktuellsten Themen zu arbeiten und sie dann z.B. unserer Interessenvertretung in den Gremien zu überreichen.

Des weiteren ist die Initiative als eine Plattform gedacht, um weitere Themen, Gruppen, Veranstaltungen, Vorträge, ‚Seminare‘ usw. einzubringen, die uns als Studierende interessieren.

Die Ziele dieser Initiative: Die Forderungen und Kritiken der Student/Innen aufzugreifen, Alternative Ideen zu entwickeln und zu verwirklichen, Vertretung Studentischer Interessen, Verbesserung Studentischer Mitbestimmung.
Weitere sind zu dem: Ein Netzwerk zu schaffen von dem Studenten/Innen profitieren, die Solidarität untereinander zu fördern und das kulturelle Leben an der Hochschule zu verbessern.

Öffentlichkeit

Neben der Interaktion mit den VertreterInnen der Gremien und Lehrenden der KHSB gibt es Studierende, die sich mit der Vernetzung im Berliner Hochschul- und Sozialraum beschäftigen. Zudem mischen sich Studierende in die Bildungspolitik des Landes Berlin und Bundes ein.

Ansprechpartner&Transparenz: Um ein Ansprechen zu vereinfachen stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:

Neben einem Email- Verteiler gibt es eine Telefonnummer, Emailadresse und ein Blog im Internet.
Alle Anfragen die öffentlicher Natur sind werden im Plenum bzw. In derVersammlung aufgegriffen. Die Versammlungstermine werden auf dem Blog bekannt gegeben. Die/das Versammlung/Plenum ist für alle öffentlich.

email: bildungsoffensive.khsb@yahoo.de
info-telefon: 0176-66632310
www.bildungsoffensivekhsb.blogsport.de

Bildungsoffensiv Plattform

HU setzt Anwesenheitslisten aus

Brandaktuell: Der Akademische Senat hat Entschieden

Wie im Tagesspiegel (9.12.) und in dem taz-online Artikel zu lesen ist, wird an der Humboldt Universität bis zum Ende des Wintersemesters keine Anwesenheit mehr kontrolliert!

Teilnehmerlisten: Das muss man „mal gehört“ haben!

Die Streitfragen der letzen Woche bezogen die Auseinandersetzung mit der Rektorin ein. Wie mit ihr umzugehen sei; müsse man sich respektvoll devot von unten herantasten oder könne man darauf pochen, selbstbewusst auch mal Kontrollverluste verkraften!

Der Transparenz der Basis-Demokratie ist es zu verdanken, dass sich in einigen Plenaren durch viele Redebeiträge auf eine AG zu verständigen war. Die `AG Moderation´ verständigte sich binnen eines Nachmittags darauf einen Fishbowl übersichtlich zu veranstalten (Zuschauer außen herum, ein Innenkreis in dem die Redner Platz nehmen konnten). In diesem Rahmen wurden verschiedene Punkte dem zur Diskussion stehenden Forderungskatalog, als auch die derzeitige Situation besprochen.

Als ein „störendes politisches Zeichen“ wird seitens der Leitung die Besetzung gewertet, die somit zum Nachdenken anregt. Die „Frage der Intention“ wird auf diversen Ebenen derzeit bearbeitet und kann nicht mit einem Satz zufrieden stellend beantwortet werden, wie sich so mancher Hochschulpolitiker oder -verantwortliche dieser Tage vielleicht wünscht!
Auf dem Prüfstand steht die Reform der Lehre, zu der Seitens der Rektorin (wie zu lesen ist) nur auf die Gremien verwiesen wird und man sich so nicht zusammen im FREI-RAUM auseinandersetzen kann.

Die Teilnehmerlisten seien eine „Teilnahmeverpflichtung“ die in der Umstellung der Prüfungsgestaltung zu den alten Diplom-Studiengängen, die mit der Unterschrift zum Ausbildungsvertrag anerkannt werden, „keiner ist gezwungen hier zu studieren“, so die Rektorin.

Um es „mal gehört“ zu haben: Leiste einen Teil des erforderlichen zu überprüfenden „Workload“, um nicht noch mehr Prüfungen abfordern zu müssen.

Auf Seiten einiger studierender wird dies als „Zertifikat zum Vertrichtern“ empfunden, welches mit „Bulimie-Lernen“ in Bildlicher Sprache unschwer zu verstehen ist.

Derzeit läuft eine „Revision um Prüfungsbelastungen herauszunehmen“, zudem sind sich die Beteiligten einig, dass Verbesserungen möglich sind, es geht darum Alternativen zu entwickeln wie z.B. die Credit Points einfach den Prüfungen zugeschlagen werden können. Zu der Problematik der Seminareinschreibungen wurde betont, „derzeitige Aushandlungen wurden von Studierenden“ ins Leben gerufen. Das Angebot der Nachfrage unterzuordnen, sei „möglich“.

Die Forderung Hochschulkooperationen bürokratisch möglich zu machen, finden durch die Entfernung möglicher Partner in den „periphären Gebieten“ der Stadt keine Anreize, welche zu schaffen. „Laufkundschaft“, so die Rektorin, bringe nicht die nötige Planungssicherheit!
Umstritten wurde der Vorschlag von sogenannten „Social Creditpoints“, die darauf abzielen, die häufig im Sozialen Bereich erarbeitete geldwerte Lebensgrundlage mit Leistungen im Creditpoint-System zu verbinden. Mit einer nicht möglichen „Formalisierung von Sozialer Arbeit“ wurde entgegnet, für was die Credits stehen sollen, das Verfahren sei zudem Komplex!

In der Abschließende Frage, warum das höchste Maß an Anspruch im Sinne der Bildung/ der Lehre nicht von der Hochschule angeleitet wird, sind die Dozierenden in „eigener Person“ gefragt, da die Hochschulleitung da nicht durchgreift! Nochmals wurde angemahnt, die eigene Bewegung besser zu strukturieren und so wird ein Signal den „Raum wieder freizugeben“, seitens der Hochschulleitung erwartet.

Die Alternativen Lehrveranstaltungen sind gottlob, wie überhaupt das Organ des FREI-RAUM, eine willkommene kritische Abwechslung des „Prozess von Kopf einschalten“ zum verkrusteten Hochschulalltag in dem der „Schock der Verschulung“, wie ein Mitstudierender treffend formulierte, sich weiter entspannen darf.

Das europäische Vernetzungstreffen das dieser Tage in München tagte ist auch nur die natürliche Erweiterung der Bewegung, die wie ein rollender Schneeball langsam zur Lawine wird!