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Deutschlandfunk im Gespräch mit Student der KHSB!

Berlin. Am 9. Juni gab ein Studierender am Rande der Bildungsstreikdemo in Berlin ein Interview zu den aktuellen Bildungsprotesten. Hört selbst: Deutschlandfunk Interview
Ansonsten haben ein Grossteil der Medien wieder einmal die gleiche undifferenzierte Suppe geloeffelt wie normaler weise auch. Wir sind faul, zu kritisch und weltfremd obendrein…was man nicht alles auf engagierte Menschen mit einem Bedürfniss nach mehr Demokratie projezieren kann. Lasst euch nicht entmutigen – was viele Basisgruppen vor Ort 2009 an konstruktiv inhaltlichem geschaffen haben überfordert unsere Politiker und laesst sie blass erscheinen ;-) – power to the people!

Und dann rauf auf die Strasse!

Liebe Studierende – checkt die Rundmail und die Links am rechten Rand fuer weiter Infos!

Auf Auf People!

http://www.bildungsstreik-berlin.de/
http://bildungsoffensivekhsb.blogsport.de/
http://www.bildungsstreik2009.de/

Bundesweiter Bildungsstreik 2010 – Aktionswoche 07.06.-11.06.2010

Aufruf Bildungsstreik 2010! Mobivideo

Wir rufen alle Bildungsstreikbündnisse und Unterstützer_innen dazu auf, die Bildungsproteste in diesem Jahr mit neuen Aktionen auszuweiten.

Im vergangenen Sommer demonstrierten in über 100 Städten 270.000 Menschen, v.a. Schüler_innen, Studierende, Auszubildende, Erwerbstätige, Erwerbslose und Gewerkschafter_innen, gemeinsam gegen die unzumutbaren Zustände im Bildungssystem. Nicht nur in Europa, sondern auch auf allen anderen Kontinenten der Welt gab es Bildungsproteste. Schließlich wurden allein in Deutschland im Herbst über 80 Bildungseinrichtungen besetzt, an einem dezentralen Aktionstag waren über 85.000 Menschen auf der Straße.

Trotz großer Aufmerksamkeit und kleiner Zugeständnisse hat sich nichts geändert – unsere zentralen Forderungen und Ziele wurden nicht erreicht. Im Gegenteil: Das Bildungssystem wird genau wie andere gesellschaftliche Bereiche weiter nach wettbewerbsorientierten Kriterien ausgerichtet und immer stärker ökonomisiert. Dagegen werden wir im Jahr 2010 Bildungsproteste organisieren, in denen vielfältige Aktionsformen (Demonstrationen, Blockaden, Besetzungen etc.) ihren Platz finden.

Wir suchen die Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und anderen sozialen Bewegungen. Gerade in Zeiten der anhaltenden Wirtschaftskrise geht es uns darum, die Auseinandersetzungen im Bildungsbereich als gesamtgesellschaftlichen Konflikt zu verstehen und zuzuspitzen – denn unsere Kritik am Bildungsystem ist zugleich Gesellschaftskritik.

Diesen Juni rufen wir zu einer gemeinsamen Aktionszeit und für den 9. Juni bundesweit zu dezentralen Demonstrationen auf. Wir hoffen darüber hinaus auf gemeinsame koordinierte Aktionen weltweit. Mit immer mehr aktiven Menschen werden wir den Druck erhöhen, um im Bildungssystem etwas zu verändern.

Ein grundlegendes Ziel des Bildungsstreiks ist es, eine Diskussion über Sinn und Zweck des Bildungssystems in der Gesellschaft anzuregen. Möglichkeiten einer emanzipatorischen Bildungs- und Gesellschaftspolitk sollen aufgezeigt und durchgesetzt werden: Bildungseinrichtungen sollten vorrangig Menschen dazu befähigen, die sie umgebenden Strukturen zu verstehen, zu kritisieren und zu verändern.

Dem momentanen Zustand im Bildungsbereich setzen wir unsere Alternativen entgegen:

* selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungsdruck und Konkurrenzdruck,
* freier Bildungszugang für alle Menschen, Lehrmittelfreiheit und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Studiengebühren, Ausbildungsgebühren und Kita-Gebühren,
* öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft unter anderem auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe
* und radikale Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen.

Ein ganz anderes Lernen und Leben ist möglich – und nötiger denn je!

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Dieser Text entstand auf dem bundesweiten Bildungsstreik-Vernetzungstreffen in Bielefeld am 07.02.2010.
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119 Gruppen und Bündnisse unterstützen den Aufruf 2010

* AG Bildungsstreik SFA
* AG Schüler Regensburg
* AGIF JUGEND
* AK Bildung Sigmaringen
* AK Protest Trier
* AMS – Assoziation Marxistischer Studierender
* AStA der Hochschule RheinMain
* AStA der KatHO Aachen
* AStA der Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Köln
* Aktion Bildungsprotest Karlsruhe
* Aktion Freiheit statt Angst e.V.
* Aktionsbündnis Bildung Villingen-Schwenningen
* Aktionsgruppe Bildung Uelzen
* BASS – Bundesausschuss der Studentinnen und Studenten in der GEW
* BSV Hagen
* Bildungsbündnis Augsburg
* Bildungsbündnis Hannover
* Bildungsbündnis Kiel
* Bildungsbündnis Wiesbaden/Rheingau-Taunus
* Bildungsbündnis Wuppertal
* Bildungsplenum „U7″ Bamberg
* Bildungsstreik Brandenburg/Havel
* Bildungsstreik Jena
* Bildungsstreik Kreis Mettmann/Velbert
* Bildungsstreik Münster
* Bildungsstreik Tübingen
* Bildungsstreikbündnis Berlin
* Bildungsstreikbündnis Halle
* Bildungsstreikbündnis aus Oberhausen
* Bildungsstreikgruppe Leipzig
* Bonner Jugendbewegung
* Bündnis Bundesweiter Bildungsstreik 2010 Erzgebirge
* Bündnis für Bildung und Demokratie Bamberg
* Bündnis für gerechte Bildung Minden
* Campusgrün Bundesverband
* DGB Ortsverband Frankenthal
* DGB Region Vorder- und Südpfalz
* DGB-Jugend Hagen
* DIDF-Jugend Duisburg
* DIE LINKE. Düsseldorf
* Die Linke.Augsburg
* Die Linke.SDS (Bundesverband)
* EUDEC Ortsgruppe Magdeburg
* Essener SchülerInnenbündnis
* Fachschaft Philosophie 7/1 an der RWTH (VV Beschluss)
* Freie Bildung Saar
* GEW Baden-Württemberg
* GEW Bayern
* Gegen Kinderarmut e.V.
* Grüne Hochschulgruppe Dresden
* Grüne Jugend Bamberg
* Grüne Jugend Krefeld
* Grüne Jugend Pforzheim
* Interscholäres Bündnis Radolfzell
* JuPo – Politik für Jugendliche
* Junge Piraten
* Junge Piraten Münster
* Jungen Piraten Niedersachsen
* Juso Hochschulgruppe Darmstadt
* Juso Hochschulgruppe Duisburg-Essen
* Juso Hochschulgruppe Erlangen-Nürnberg
* Juso Hochschulgruppe Justus-Liebig-Universität Gießen
* Juso Hochschulgruppe Stuttgart
* Juso Hochschulgruppe TU Darmstadt
* Juso Hochschulgruppen Berlin
* Juso-Hochschulgruppen Bundesverband
* Jusos Berlin
* Jusos Lemwerder
* Jusos München
* LiLi Aachen (Linke Liste an der RWTH)
* Libertäre Gruppe Karlsruhe
* Linksjugend [‘Solid] Augsburg
* Linksjugend [’solid] – Esslingen
* Linksjugend [’solid] Baden-Württemberg
* Linksjugend [’solid] Bundesverband
* Linksjugend [’solid] Hof
* Linksjugend [’solid] Karlsruhe
* Linksjugend [’solid] Kassel
* Linksjugend [’solid] Köln
* Linksjugend [’solid] Ludwigshafen/Rhein
* Linksjugend [’solid] NRW
* Linksjugend [’solid] Oberhavel
* Linksjugend [’solid] Pforzheim
* Linksjugend [’solid] Pinneberg
* Linksjugend [’solid] Pinneberg
* Linksjugend [’solid] Thüringen
* Linksjugend [’solid] Tübingen & Reutlingen
* MLPD
* Naturfreunde NRW
* Naturfreundejugend NRW
* Netzwerk gegen die Krise/Wilhelmshaven
* Neue Demokratische Jugend (YDG) – Deutschland
* Neue Demokratische Jugend (YDG) – Stuttgart
* Piraten-Hochschulgruppe Hamburg
* Piratenpartei Baden-Württemberg
* Piratenpartei Deutschland
* Piratenpartei Münster
* Projektgruppe Bildungsstreik Dithmarschen
* Protestplenum Frankfurt am Main
* Protestplenum Potsdam
* REBELL Berlin
* REBELL Bremen
* REBELL Hattingen
* REBELL München
* REBELL Nürnberg
* RSB/IV.Internationale
* SAV – Sozialistische Alternative
* SDAJ-Bundesverband
* SJD – Die Falken, KV Aachen
* SchülerInnen Bündnis Münster
* Schülerbündnis Saarlouis
* Schülerinnenbündnis Göttingen
* StadtSchülerRat Oberursel
* Studierendenschaft der FH Aachen
* [’solid].SDS-Hochschulgruppe Ernst-Bloch-Uni Tübingen
* freies schülerInnen-kollektiv osterburg
* ver.di Jugend Niedersachsen-Bremen
* ver.di-Bezirks Oberpfalz
* Ökologisch Demokratische Partei – NRW

Alternative Veranstaltungsreihe für das Sommersemester

BildungsoffensiveKHSB
AK – Alternative Lehrveranstaltungen

Alternative Veranstaltungsreihe an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin

Liebe Studierenden und Lehrenden, liebe Leserinnen und Leser,
der AK Alternative Lehrveranstaltungen ist aus dem Bildungsstreik 2009 hervor gegangen und hat es sich zum Ziel gesetzt selbstorganisierte Lehrveranstaltungen an die Hochschule zu bringen. In der Veranstaltungsreihe geht es um den ersten Versuch ein kritisches Bewusstsein und einen Blick auf gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge zu entwickeln. Wir werden verschiedene Personen und Akteure aus dem Sozialwesen einladen, um gemeinsam Fragen und Antworten zu erarbeiten die essentiell für den Berufsalltag sind.

Zum thematischen Hintergrund:
Der gesellschaftliche Wandel vollzieht sich für viele Menschen in einem nicht mehr nachvollziehbaren Tempo; Erwerbslosigkeit und Perspektivlosigkeit bei jungen Menschen, Konzentration von Unternehmensmacht im globalen Maßstab und dadurch undurchsichtige Teilhabe und Entfaltungsmöglichkeiten für Beschäftigte und deren Angehörige, damit einhergehende erhöhte Anforderungen an Beschäftigte, sowie eine allgemeine Unsicherheit bei der Ausgestaltung des eigenen, noch verbliebenen, Lebensraums.
Dies alles führt zu großen individuellen und sozialen Problemen des miteinander; Soziale Netzwerke sind oft nicht tragfähig genug, um die Belastungen aufzuarbeiten oder auszugleichen. Zudem differenzieren sich Lebensschwerpunkte und -definitionen auseinander, dies kann und führt zu gesellschaftlichen, regionalen und globalen Konflikten.
Um die modernen Anforderungen und Verhältnissen besser verstehen zu können, damit auf die neuen Herausforderungen angemessen reagiert werden kann, möchten wir anhand der Vortragsreihe “ Perspektiven des Sozialwesen – Zukunftsprobleme und -chancen“ den Rahmen anbieten um die Lage(n) zu analysieren und zu bewerten.
In der gesellschaftlichen Funktion von professionell Tätigen im Sozialwesen möchten wir Wege und Möglichkeiten für eine gesellschaftliche Transformation entwickeln, um die Verhältnisse des menschlichen Zusammenlebens gerechter und demokratischer zu gestalten.

Übersicht der Veranstaltungsreihe:
22.04/ 18:00-20.00 Uhr:
Titel: „Auf dem Drahtseil – Berufsalltag zwischen Wunsch und Wirklichkeit“
- Podiumsdiskussion mit Berufseinsteigern und etablierten Professionellen im Sozialwesen
06.05/ 18:00-20.00 Uhr:
Titel: „Passt der Rahmen zum Bild? – Internationale Vereinbarungen und neue Tendenzen im Sozialwesen“
- Vortrag von Dr. Ulrike Eichinger, Dipl. Sozialarbeiterin anschließend Diskussions- und Frage Runde
20.05/ 18:00-20.00 Uhr:
Titel: „Belebt Konkurrenz das Geschäft? – Entwicklung in der Trägerlandschaft und Auswirkungen auf die Beschäftigungsverhältnisse“
- Podiumsdiskussion mit Herr Dr. Jan Wulf-Schnabel, Leuphana Universität Lüneburg, Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik und VertreterInnen von Träger & Gewerkschaften im Sozialwesen
01.06/ 18:00-20.00 Uhr:
Titel: wird noch genannt
- Vortrag von Dr. phil. A. Demirovic stellvertretender Professor für allgemeine und politische Soziologie an der Bergischen GHS/Universität Wuppertal, anschließend Diskussions- und Frage Runde
17.06/ 18:00-20.00 Uhr:
Titel: „Zusammen Perspektive schaffen – Diskussion mit Studierenden und Lehrenden“
- Zusammenfassung der Veranstaltungen und Ausblick auf Zukünftige Themen bzw. Perspektiven im Sozialwesen


Abschließende Worte:

Längst ist noch nicht alles fertig geplant und durch organisiert. Wer auch immer schon mal Lust hatte eine Veranstaltungsreihe mit zu organisieren, ist gerne Willkommen und kann sich bei uns melden. Dies geht zum Einen über die Bildungsoffensive.khsb@yahoo.de, oder zum Anderen einfach am 30.03 um 14.30 Uhr zu unserem nächsten Treffen an die KHSB kommen.

Im Namen des AK „alternative Lehrveranstaltungen“, möchte ich euch herzlich einladen aktiv an der Gestaltung von selbstorganisierten Weiterbildungsangeboten teilzunehmen, oder aber die Veranstaltungsreihe mit eurem Kommen zu unterstützen.

Freundliche Grüße

i.A. für den Arbeitskreis alternative Lehrveranstaltungen

Thomas